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Nach der Bundestagswahl: BKV-Mitglieder im Gespräch mit Jochen Haußmann

Die Herausforderungen könnten gerade kaum größer sein: Die gesetzliche Krankenversicherung befindet sich in finanzieller Schieflage, die Digitalisierung im Gesundheitswesen geht nur schleppend voran und insbesondere auf dem Land fehlen Ärzte und Ärztinnen. Im Gespräch mit MdL Jochen Haußmann machten die Vertreter*innen der unternehmensnahen BKK deutlich, was sich künftig ändern muss.

Vordere Reihe v. links: Dietrich von Reyher (Bosch BKK), Jaqueline Kühne (BKK LV Süd), Jochen Haußmann (MdL, FDP); Mittlere Reihe v. links: Udo Lutz (Bosch BKK), Roland Dietz (BKK MTU), Thomas Schönbucher (BKK LV Süd), Lars Grein (BKK PwC), Uwe Amann (BKK SBH); Hintere Reihe v. links: Christoph Armbruster (BKK Braun-Aesculap), Bernd Kratschmer (BKK Scheufelen), Thomas Tröber (BKK Mahle), Michael Braun (BKK Rieker Ricosta-Weißer), Bernhard Zinser (BKK Voralb)

Krankenkassen benötigen höheren Zuschuss vom Bund

Anfang Oktober trafen sich Vertreter der unternehmensnahen Betriebskrankenkassen (BKK) mit dem gesundheitspolitischen Sprecher der FDP, Jochen Haußmann. Der Landtagsabgeordnete begrüßte die Runde im Bürger- und Medienzentrum des baden-württembergischen Landtags in Stuttgart. Das aktuelle Geschehen in der Gesundheitspolitik sowie die anstehenden Koalitionsgespräche boten Anlass zum Austausch, der in der Regel einmal im Jahr stattfindet.

Der Schuh drückt insbesondere in Hinblick auf die Finanzen der gesetzlichen Krankenkassen. In wenigen Wochen beurteilt der Schätzerkreis der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erneut die finanziellen Rahmenbedingungen der Krankenkassen – und gibt damit einen Richtwert für den zukünftigen Zusatzbeitrag ab. Aktuell liegt dieser bei 1,3 %. Ob die Krankenkassen damit auch im nächsten Jahr auskommen werden, um ihre Kosten decken zu können, wird sich zeigen.

Ob die Versicherten bald tiefer in die Tasche greifen müssen, hängt auch maßgeblich von der Bundesregierung ab. Der bisherige Zuschuss für den Gesundheitsfonds in Höhe von 7 Milliarden Euro reicht bei weitem nicht aus, um die Finanzlage in der GKV zu stabilisieren. Diverse Gesetzesvorhaben, die Digitalisierung aber auch die Corona-Pandemie sind kostenintensive Punkte. Die BKK-Vertreter fordern von der (neuen) Bundesregierung daher einen weiteren Zuschuss in Höhe von mindestens 5 bis 10 Milliarden Euro, damit sie den Zusatzbeitrag nicht weiter anheben müssen.

Bessere Versorgung in Krankenhäusern und im ländlichen Raum notwendig

Im Gespräch mit dem FPD-Politiker ging es auch um die ärztliche Versorgung in ländlichen Regionen. Große Unternehmen aus der Produktions- und Dienstleistungsbranche, die Standorte abseits der Ballungszentren betreiben, sind immer öfter mit einer unzureichenden Infrastruktur konfrontiert. Arztpraxen schließen, der nächste Facharzt oder das nächste Krankenhaus ist mehr als eine Stunde entfernt. Für diese Unternehmen wird es immer schwieriger, neue und gut ausgebildete Fachkräfte zu gewinnen.  

Auch im stationären Bereich sehen die unternehmensnahen BKK dringenden Handlungsbedarf. Vor allem die Bundesländer sind angehalten, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen und den Krankenhäusern die erforderlichen Investitionsmittel zur Verfügung zu stellen.

„Gesundheit braucht Gestaltungsfreiheit“

Hier das BKV-Positionspapier zur Bundestagswahl herunterladen (PDF)


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