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Willkommen im BKV: Interview mit Ralf Dernbach, Vorstand der Koenig & Bauer BKK

Der BKV begrüßt die Koenig & Bauer BKK als neues Mitglied im Verein. Im Interview erzählt Vorstand Ralf Dernbach, warum sein Herz für die unternehmensbezogene Betriebskrankenkasse schlägt und was das Erfolgsgeheimnis seiner BKK ist.

Ralf Dernbach ist seit über 30 Jahren bei der Koenig & Bauer BKK tätig. © Koenig & Bauer BKK

1. Herr Dernbach, warum schlägt Ihr Herz 100 Prozent für Betriebskrankenkasse?

Seit ich am 02. April 1991 bei der Koenig & Bauer BKK meinen ersten Arbeitstag hatte, habe ich die Verbundenheit der „BKK´ler“ mit den „KoeBauianern“ gespürt. Als Mitarbeiter einer unternehmensbezogenen Betriebskrankenkasse (BKK) ist man mehr als ein Sachbearbeiter oder eine Sachbearbeiterin einer Körperschaft des öffentlichen Rechts. Man ist ein Kollege, der sich mit Engagement und Herz für die Belange der Versicherten stark macht.

2. Seit 167 Jahren gibt es die Koenig & Bauer BKK. In der Zeit sind viele andere Krankenkasse vom Markt verschwunden. Was ist Ihr Erfolgsgeheimnis?

Wir sind sehr bodenständig und kümmern uns mit passgenauen Angeboten der betrieblichen Gesundheitsförderung um die Beschäftigten unseres Trägerunternehmens. Und auch wenn sie nicht mehr im Unternehmen angestellt sind, bleiben wir mit „unseren Leuten“ in Kontakt.

3. Fast 12.000 Versicherte profitieren von den umfangreichen Angeboten und dem Know-how in Sachen Gesundheit. Warum fühlen sich die Versicherten in Ihrer BKK so gut aufgehoben?

Wir genießen einen großen Vertrauensvorschuss. Das liegt sicherlich auch daran, dass uns die persönliche Beziehung zu unseren Versicherten sehr wichtig ist. Jede*r hat seinen persönlichen Ansprechpartner bzw. Ansprechpartnerin, dem er vertraut.  

4. Die Koenig & Bauer BKK ist eine unternehmensbezogene Betriebskrankenkasse. Wie sieht Ihre Zusammenarbeit mit dem Trägerunternehmen aus?

Wir pflegen einen engen Kontakt zum Betriebsrat, der Personalabteilung sowie vielen Führungskräften im Unternehmen. Dadurch bekommen wir eine gute Einschätzung dessen, wo der „der Schuh drückt“. So können wir bedarfsgerecht agieren, statt 08/15-Angebote anzubieten, die überall und nirgends passen.

5. Die aktuelle Corona-Pandemie hat die Arbeitswelt drastisch verändert und damit auch die Lebensumstände vieler Mitarbeiter*innen des Unternehmens. Was bedeuten diese Veränderungen für Sie als Krankenkasse?

Die Veränderungen in der Arbeitswelt waren und sind tatsächlich bemerkenswert. Durch die Corona-Pandemie haben wir einen Digitalisierungsschub erlebt, der vor dem März 2020 so nicht denkbar gewesen wäre. Dadurch sind wir unseren Kunden nähergekommen. Als viele große Mitbewerber die Türen verschlossen hatten, waren wir immer erreichbar. Durch Corona sind wir jetzt in der Lage, digitale Angebote unabhängig vom Wohnort anbieten zu können. Angefangen vom hybriden Yoga-Kurs im Werk, bis hin zur Adipositas-Verhaltenstherapie per Videobesprechung.

6. Wenn Sie 3 Wünsche frei hätten, was würden Sie sich von der aktuellen Gesundheitspolitik wünschen? Welche Veränderungen sind nach Ihrer Ansicht notwendig, damit die gesetzliche Krankenversicherung auch in Zukunft bestehen kann?

Die Gesundheitspolitik wird sich erst dann den unbequemen Fragen zuwenden, wenn das Geld knapp ist. Dass wir den Punkt bereits erreicht haben, scheint noch nicht überall angekommen zu sein. Meines Erachtens nach könnten wir viel Geld ohne spürbare Leistungseinschränkungen einsparen, wenn wir in der Gesundheitspolitik klare Ziele aufstellen würden, verbunden mit festen Qualitätsstandards und Verantwortlichkeiten für das gesamte Gesundheitswesen. Danach könnten wir uns an die Verzahnung von stationärer und ambulanter Behandlung wagen und, ein ganz verwegener Gedanke, den Patient*innen in Deutschland die Keimbelastung in Krankenhäusern ersparen. Hier können wir uns viel von den Niederlanden abschauen.

Gleich danach würde ich mir wünschen, dass sich die Gesundheitspolitik die Preisgestaltung der Pharmaindustrie vor allem bei neuen oder scheinbar neuen Medikamenten intensiv ansieht, aber das wird wohl in absehbarer Zeit nicht passieren.

Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) hat ihre Daseinsberechtigung hinlänglich unter Beweis gestellt und gerade die Betriebliche Krankenversicherung hat sich immer wieder gewandelt, neu erfunden und wandelnden Anforderungen angepasst. Um nicht in eine Staatsmedizin abzurutschen, die nur verwaltet, statt gestaltet und eine Versorgung nach Kassenlage betreibt, ist die GKV unbedingt an Reformen zu beteiligen, anstatt, wie im Falle der gematik als reiner Zahlmeister degradiert zu werden.

7. Sie sind Mitglied im BKV e.V. Was hat die Koenig & Bauer BKK zum Beitritt bewegt?

Wir bayerischen Betriebskrankenkassen stehen untereinander in regem Kontakt und so war es nur eine Frage der Zeit, bis mich der sehr geschätzte Kollege Michael Niedermeier von der Krones BKK vom (Wieder-)Eintritt in den BKV überzeugt hat. Im Ernst: Der Austausch mit den anderen Mitgliedskassen innerhalb des Vereins, wie er derzeit zum Beispiel zum Thema Digitalisierung ganz hervorragend und zielorientiert abläuft, hat mich zu unserer Mitgliedschaft bewogen. An dieser Stelle meinen herzlichen Dank an Anton Rados von der Daimler BKK, von dessen Expertise alle unglaublich profitieren.

8. Was sind Ihre Erwartungen an den BKV e.V.?

Die Digitalisierung stellt uns vor große Herausforderungen, aber auch der Vertrieb und das Betriebliche Gesundheitsmanagement erfahren derzeit einen starken Wandel. Sich mit anderen Betriebskrankenkassen zu diesen Themen über den BKV auszutauschen, das wünsche ich mir.

9. Wie verbringen Sie in diesem Jahr Ihren Sommerurlaub?

Mit einem intensiven Mix aus Wandertouren und Wellness in der Gemeinde Schenna in Südtirol.

 

Zur Webseite der Koenig & Bauer BKK


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