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Erfolgreiche Unternehmen brauchen gesunde Beschäftigte

BKV veröffentlicht Positionspapier für die 21. Wahlperiode

Berlin, 30.06.2025 – Die Interessengemeinschaft Betriebliche Krankenversicherung e.V. (BKV) fordert eine entschlossene gesundheitspolitische Weichenstellung, um Wettbewerb und Innovation langfristig zu sichern. Mit fünf Kernforderungen setzt der BKV ein Zeichen für einen gesundheitspolitischen Kurs, der moderne, betriebsnahe Versorgung, Wahlfreiheit und wirtschaftliche Tragfähigkeit vereint – im Sinne der Versicherten, der Unternehmen und des gesamten Gesundheitssystems.

„Die Kassenvielfalt ist ein wesentlicher Pfeiler unseres solidarischen Gesundheitssystems und der Motor für Innovation. Die unternehmensnahen Betriebskrankenkassen sind ein unverzichtbarer Teil dieser Vielfalt – denn sie können im Bereich Prävention und betriebliches Gesundheitsmanagement für Ihre Versicherten leisten, was keine andere Krankenkasse bieten kann. Nur sie verfügen über die notwendige Nähe zum Betrieb und zu den Beschäftigten. Diese Kernkompetenz gilt es politisch zu stärken und gezielt weiterzuentwickeln“, erklärt Toralf Speckhardt, Vorstandsvorsitzender des BKV.

Im Fokus stehen fünf zentrale Forderungen:

1. Stärkung des Wettbewerbs zum Vorteil der Versicherten und Arbeitgeber

Der faire Wettbewerb zwischen Krankenkassen ist ein Treiber für Innovation, Qualität und Service. Die Kassenvielfalt muss erhalten bleiben, damit passgenaue Versorgungslösungen für Beschäftigte auch künftig möglich sind. Eine Reduzierung der Kassenzahl würde die Nähe zu Versicherten und Innovationskraft gefährden.

2. Werks- und Betriebsärztinnen und -ärzte in die Versorgung einbinden

Werks- und Betriebsärztinnen und -ärzten sind wichtige Partner im Arbeitsalltag für Prävention und Versorgung. Der BKV fordert klare gesetzliche Rahmenbedingungen für eine stärkere Rolle betriebsmedizinischer Expertise in der Versorgung.

3. Fokus auf Prävention und Gesundheitsförderung setzen

Prävention ist der Schlüssel für die Gesundheit von Beschäftigten und die Entlastung des Systems. Der BKV fordert mehr Flexibilität beim Einsatz von Präventionsmitteln, eine nachhaltige Finanzierung und weniger Bürokratie, um praxistaugliche Maßnahmen umzusetzen.

4. Förderung der betrieblichen Gesundheitsversorgung

Gesundheitsangebote am Arbeitsplatz müssen einfacher und unbürokratischer nutzbar sein – auch für Beschäftigte in Tochterfirmen. Das gelingt mit schlanken Dokumentationspflichten und gezielten finanziellen Anreizen.

5. Gerechte Finanzierung sicherstellen

Die GKV darf nicht weiter mit gesamtgesellschaftlichen Aufgaben überlastet werden. Der BKV fordert eine klare Trennung zwischen solidarisch finanzierten Gesundheitsleistungen und staatlichen Aufgaben – etwa bei versicherungsfremden Leistungen oder der Finanzierung der Gesundheitsversorgung für Bürgergeldempfangende. Eine stärkere Steuerfinanzierung ist überfällig.

Das vollständige Positionspapier steht ab sofort als kompaktes Booklet zur Verfügung.


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