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"Ein klarer Erfolg" - Interview mit Lars Grein, Vorstand der BKK PwC

Lars Grein, Vorstand der BKK PwC und stellv. Vorstand des BKV e.V.

Herr Grein, die BKK PwC gehört zu den ersten BKV-Kassen, die eine Aktion im Rahmen der BKV-Dachkampagne Herzenssache durchgeführt hat. Ein Erfolg?

Lars Grein: Die BKK PwC ist bereits im Januar mit der Aktion Herzenssache gestartet. Die Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören bei den Beschäftigten unseres Trägerunternehmens zu den häufigsten Krankheitsursachen. Wir möchten mit der Aktion Herzenssache die PwC-Mitarbeiter für das Krankheitsbild sensibilisieren. Oftmals werden erste Krankheitssymptome falsch gedeutet oder nicht beachtet. Mit dem Start am größten PwC-Standort Frankfurt am Main wollen wir gleich zu Beginn eine große Zahl von Mitarbeitern zu einer Untersuchung einladen. Die ersten 300 Untersuchungstermine waren binnen weniger Stunden ausgebucht. Das werte ich als klaren Erfolg.

PwC hat ein weit verzweigtes Standortnetz. Wie macht man so ein Check-up in der Mitarbeiterschaft bekannt?

PwC hat bundesweit fast 30 Standorte. Die Großzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist täglich im Mandanten- und Beratungsauftrag unterwegs. Daher erreichen wir alle Mitarbeiter am besten über den elektronischen Weg via E-Mail bzw. EWS (Employee Workspace). Auf der EWS-Startseite finden die Beschäftigten im Intranet nicht nur ausführliche Informationen zur Aktion Herzenssache, sondern auch den Untersuchungsfahrplan der nächsten zwölf Monate. Damit erhöhen wir auch die Flexibilität. Sollte ein Mitarbeiter aus Frankfurt an den Untersuchungstagen in seinem Standort nicht teilnehmen können, kann er sich auch an einem anderen Standort anmelden. Wichtig ist uns, dass er teilnehmen kann.

Wie gestaltete sich die Zusammenarbeit mit dem Trägerunternehmen?

Im Januar 2014 haben PwC und BKK den Arbeitskreis PwC@BGM ins Leben gerufen. Der Arbeitskreis koordiniert unter anderem das Betriebliche Gesundheitsmanagement inklusive der Gesundheitsförderung. In der Runde sitzen auch Arbeitnehmervertreter (Betriebsräte) sowie der TÜV Rheinland, der auch Aufgaben des werksärztlichen Dienstes erbringt. Durch regelmäßige Arbeitstreffen verfügen alle Beteiligten über den gleichen Wissenstand und können sich einbringen. Für den Arbeitgeber ist dies die ideale Form der Zusammenarbeit.

Wird es weitere Aktionsangebote im Rahmen der BKV-Dachkampagne Herzenssache bei PwC geben?

Ja. Parallel führen wir weitere Vorsorgeprojekte durch. Seit 2010 laden wir alle PwCler zu einer regelmäßigen Darmkrebsvorsorge ein. Die BKK PwC übernimmt hier die Kosten für den Vorsorgetest, die Auswertung und wenn erforderlich die ärztliche Beratung. Die Krankenkassen­mitgliedschaft spielt im Übrigen bei allen Präventionsangeboten keine Rolle. Auch privat krankenversicherte Arbeitnehmer sind eingeladen. Wir verstehen unter Betrieblicher Gesundheitsförderung „alle“ Beschäftigten von PwC.

Vor wenigen Tagen haben wir gemeinsam mit anderen Mitgliedskassen unseres Vereins die Online-Präventionsangebote „myhealthcoach“ und „myweightcoach“ an den Start gebracht. Beide Präventionsprogramme sind zertifiziert. Wir möchten erreichen, dass sich die Beschäftigten von PwC wieder mehr mit ihrer Gesundheit beschäftigten. Die Kollegen der Wirtschaftsprüfung und der Beratung sind viel unterwegs. Die beiden Programme geben dabei wertvolle Tipps rund um die Gesundheit und liefern quasi per Mausklick ein schnelles und vor allem gesundes Rezept für ein leicht bekömmliches Abendessen. PwC arbeitet international. Daher sind beide Programme auch in englischer Sprache zugänglich.

Was würden Sie weiteren BKV-Kassen raten, die Angebote wie Check-ups erwägen?

Meine Empfehlung lautet: auf die Qualität achten. Am besten man schaut sich die Belegschaft der jeweiligen Trägerunternehmen von „innen“ an. Eine Analyse nicht allein der Fehltage und deren Ursachen, sondern auch vorhandene Krankheitsbilder, die noch zu keinem Arbeitsausfall geführt haben, geben Aufschluss darüber, was zu tun ist.

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