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Bertelsmann BKK stärkt Gesundheitskompetenz von Menschen mit Migrationshintergrund

Qualifizierung zum Thema "Erste Hilfe beim Kind" © Kreis Gütersloh

Wer aus einem fremden Land nach Deutschland kommt, muss sich in einem komplexen Gesundheitssystem zurechtfinden und eigene Entscheidungen für die Gesundheit treffen können. Das Projekt „Gesundheit mit Migranten für Migranten“ (MiMi) schult zugewanderte Menschen in Gesundheitsthemen und bildet sie als Gesundheitslotsen aus.

Gesunde Lebensweise und Integration stärken

Erfolgreiche Integration bedeutet auch, sich um die eigene Gesundheit kümmern zu können. Wer die deutsche Sprache (noch) nicht beherrscht, hat es schwerer sich über verschiedene Themen zu informieren und Untersuchungen wahrzunehmen. Das Gesundheitsprojekt MiMi möchte die Orientierung für Migrant*innen im deutschen Gesundheitssystem erleichtern.

Das MiMi-Projekt wurde vom Ethno-Medizinischen Zentrum e.V. entwickelt und begann 2003 in vier deutschen Städten. Heute gibt es MiMi an über 60 Standorten und seit 2012 auch in Österreich. Im Kreis Gütersloh startete es im Jahr 2009. Der Kreis Gütersloh und der Verband AWO betreuen das Projekt. Gefördert wird es von den Betriebskrankenkassen Bertelsmann BKK und BKK Miele.

„Das Projekt führt die nach Deutschland Kommenden an unser Gesundheitssystem heran und fördert somit eine gesunde Lebensweise“, betont Bertelsmann BKK-Vorstand Thomas Johannwille. „Wir freuen uns, dass das Projekt bis Ende 2020 verlängert wurde und ausgebaut werden kann“.

Informationsveranstaltungen in der Muttersprache

Im Rahmen des Projekts werden bereits integrierte und engagierte Migrant*innen zu interkulturellen Gesundheitslotsen für Menschen gleicher Herkunft ausgebildet. Die „MiMis“ erhalten eine Schulung über das deutsche Gesundheitssystem und über wichtige Themen der Gesundheitsförderung und Prävention. Dazu gehören unter anderem Impfschutz, seelische Gesundheit, Schwangerschaft und Familienplanung sowie Gewaltprävention.

Mit dieser Qualifikation können die Gesundheitslotsen anschließend selbstständig Veranstaltungen durchführen. In Kindergärten oder bei Sprach- und Elternkursen vermitteln sie kultursensibel und in der jeweiligen Muttersprache eine gesunde Lebensweise. Durch die Vermittlung von Wissen soll den Migrant*innen der Zugang ins deutsche Gesundheitssystem erleichtert werden. Außerdem sollen die Teilnehmenden zu eigenverantwortlichem Handeln angeregt und ihnen eine größere Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht werden.

Ausgebildete Gesundheitsmediator*innen im Kreis Gütersloh © Kreis Gütersloh
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