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10042017

BKV-Mitgliederversammlung

Auf der Frühjahrssitzung beschäftigten die BKV-Mitglieder politisch aktuelle Themen wie die Positionierung zur Bundestagswahl, die notwendige Weiterentwicklung des Morbi-RSA sowie die digitale Kommunikation. Zur Mitgliederversammlung am 28. März 2017 begrüßten die Vertreter der unternehmensnahen Betriebskrankenkassen auch den Präsidenten des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Mannheim und Vorsitzenden der Monopolkommission, Prof. Dr. Achim Wambach.

Wettbewerb im deutschen Krankenversicherungssystem hat Defizite

Wambach stellte das neueste Gutachten der Monopolkommission zum „Stand und Perspektiven im deutschen Krankenversicherungssystem“ vor. Die Monopolkommission ist ein unabhängiges Beratungsgremium, das die Bundesregierung und die gesetzgebenden Körperschaften auf den Gebieten der Wettbewerbspolitik, des Wettbewerbsrechts und der Regulierung berät. In ihrem Sondergutachten weist die Monopolkommission in Bezug auf das Krankenversicherungssystem in Deutschland auf eine Vielzahl von ungenutzten wettbewerblichen Potenzialen hin. Würden diese Potenziale genutzt, könnte dies die Zukunftsfähigkeit des Krankenversicherungssystems erheblich verbessern.

Digitale Kommunikation zwischen Krankenkassen ermöglichen

Insgesamt sieht die Monopolkommission einen erheblicher Nachholbedarf im Bereich der Digitalisierung im Gesundheitswesen und bewertet den aktuellen Stand als „niedrig“. Darunter leide zunehmend die Wettbewerbsfähigkeit der Krankenkassen, was auch die Vertreter der unternehmensnahen Betriebskrankenkassen bestätigen. Sicherheitsanforderungen und die damit verbundenen hohen Kosten stellen für die Betriebskrankenkassen allerdings eine große Herausforderung dar. Wambach und Kassen sehen hier die Politik in der Pflicht, angemessene Rahmenbedingungen zu schaffen, um digitale Kommunikation zwischen den Krankenkassen, Versicherten und Leistungserbringern zu ermöglichen.

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